...russel crowe gleich noch einmal zu sehen, allerdings als rechtschaffenen cop (richie roberts), davon besessen das drogengeschäft in new york anfang der 70er aufzumischen, die großen bosse zu erwischen: und so einer ist frank lucas (denzel washington), die hautpfigur in ridley scotts american gangster.geschildert wird der aufstieg eben jenes frank lucas in der new yorker drogenszene - und er ist alles andere als ein herkömmlicher gangster. im gegenteil, er ist ein geschäftsmann. er maximiert den gewinn, indem er die zwischenhändler ausschaltet, ein konkurrenzlos hochwertiges produkt kreiert und es mit einer unverkennbaren marke versieht: blue magic. sein direkt aus vietnam bezogenes heroin befördert einen pardigmenwechsel in der drogenszene, die nicht länger von der itlaienischen mafia kontrolliert wird, sondern von ihm, frank lucas, einem von washington sehr zurückhaltend angelegten mobster im businessanzug. keine goldketten, kein pimp-geprotze. doch trotz aller vorsicht lässt er sich zu einem society-auftritt im pelzmantel hinreißen (selbstverständlich initialisiert durch seine frau...) und schon sitzt ihm richie roberts, der nicht-korrumpierbare bulle im nacken.
wie schon in 3:10 to Yuma arbeitet sich crowe an der schnittstelle zwischen gut und böse ab - diesmal jedoch als der gute. das duell zwischen den beiden kontrahenten birgt interessante parallelitäten - der böse muss den guten versuchen, der böse muss die moral des guten hinterfragen, sogar aufzeigen, dass die vermeintlich guten vielleicht noch böser sind als die bösen - so werden während des prozesses gegen frank lucas auf grund seiner aussagen drei viertel der beamten des new yorker drogendezernats verhaftet, da sie in den drogenhandel involviert sind.
in der schlussszene wird frank lucas nach 15 jahren aus der haft entlassen, rza's gangster rap begleitet ihn auf die straße und er ist so verlassen, wie ein mensch nur verlassen sein kann.








